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Unsere Geschichte  //  Es war einmal...

Cafe Schiller in München - Sportsbar in München am HauptbahnhofIm Jahr 1989 zeigte mir mein Lebensgefährte Hans Fretz eine düstere, schmutzige und vergammelte Kneipe im Bahnhofsviertel.
Ich war entsetzt, aber Hans war überzeugt, daß man aus dieser Kaschemme etwas machen könnte.

Im November 1989 übernahmen wir tatsächlich das ehemalige "Schiller-Espresso" und bauten den Laden zu einem hellen, freundlichen und schönen Lokal um.

Das ganze hieß nun "Cafe Schiller" und war eine Bar mit Spiegeln, Bildern und Palmen, kurz... schön, aber eigentlich langweilig, so wie viele andere auch.

Hans, den Ihr ja schon auf den vielen Fotos kennengelernt habt, war ein begeisterter Fußball und Sport-Fan, hat gerungen und kannte in der Sportwelt Gott und die Welt.
Bei uns zu Hause stapelten sich im Keller Box-Gürtel, signierte Fußbälle, Trikots, Bilder und Sport-Requisiten ohne Ende.

Als ich einmal wieder Zirkus machte, weil ich so gerne das Sofa meiner Omi in den Keller gestellt hätte, aber vor lauter Sammelsurium kein Platz war, kam Hans die Idee, einen Teil seiner Sammlerstücke im Cafe auszustellen.

Das war eigentlich der Grundstein zum heutigen "Sport Cafe Schiller".

Alle waren zufrieden: ich bekam mein Sofa, Hans konnte endlich seine Sammlung präsentieren und die Resonanz unserer Gäste war erstaunlich.
Nach und nach flog die langweilige Deko aus dem Schiller und das kleine Cafe verwandelte sich in ein kleines Sport-Museum.

Hans ließ Plexi-Kästen anfertigen um die WM-Gürtel, Fußbälle und andere wertvolle Raritäten adäquat ausstellen zu können und hatte einen riesigen Spaß daran, im Café Schiller Sportgrössen wie die Klitschko Brüder, Michalchevski, Lothar Matthäus, Ken Norton, Fritz Walter mit seiner Frau Italia, Rudi Brunnenmeier, Norbert Grupe, Franz Beckenbauer, Peter Grossner und viele andere mehr zu empfangen.
Hans kannte sie alle und war mit vielen freundschaftlich verbunden.

Schon damals waren im Cafe Schiller etliche Fernseher und jede Sportübertragung lockte zahlreiche Gäste an.
Egal ob Fußball, Formel 1, Tennis, Boxen oder Radsport, das Schiller wurde immer mehr zum zweiten Wohnzimmer, wo man gemütlich und in toller Atmosphäre Sport genießen konnte.

Im Schicksalsjahr 2001 wurde unsere kleine Welt erschüttert.

Hans, ein Baum von einem Mann, wurde aus unserer Mitte gerissen. Sein Tod kam völlig unerwartet, da er ja sehr sportlich und durchtrainiert war.
Eine winzige geplatzte Ader löschte das Leben meines fröhlichen und lebenslustigen Hans aus.

Ich mußte damals entscheiden, aufzuhören oder zu versuchen das Lebenswerk von Hans zu erhalten und weiterzuführen.
Ich entschied mich dafür, nicht aufzugeben sondern weiterzumachen und im Sinne von Hans das Cafe Schiller fortzuführen.

Meine Leute und ich hatten einige "Stürme" zu überstehen und freuen uns in diesem Jahr das 25-jährige Jubiläum feiern zu können.

Es ist so schön, wenn bei einem wichtigen Fußballspiel oder Boxkampf das Cafe voll ist, die Gäste mitfiebern und wir einfach eine Bombenstimmung haben.

Das ist genau das was Hans gewollt hätte.

Es ist immer wieder erstaunlich, wie umfangreich Hans' Sammlung ist und ich bin wirklich stolz, daß ich meinen Gästen diese Raritäten präsentieren darf.

 

Ihr seid alle herzlich willkommen ein Teil der "Cafe Schiller Geschichte" zu werden und wir freuen uns auf Euren Besuch

 

Eure Wirtin Andrea und das gesamte Schiller Team